
The 'ACCEPT' Project
Project Summary
Das Projekt „ACCEPT“ zielt darauf ab, die Industrialisierung von fünf neuen Produktionslinien für Lithium-Ionen-Batteriezellen für Elektrofahrzeuge (EV) voranzutreiben. Diese Linien werden in zwei bestehenden hochmodernen Gigafabriken – BBD1 und BBD2 – der Automotive Cells Company Factories in Billy-Berclau Douvrin in Frankreich eingesetzt. Dort werden Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) der nächsten Generation (fortschrittliche Lithium-Ionen-Zellen der neuen Generation) – Gen 3 und Gen3+ – hergestellt, die aufgrund ihrer hohen Energiedichte und geringen Selbstentladungsrate geschätzt werden. Ab 2030, sobald die Fertigung und das Zellendesign fertiggestellt sind, werden die fünf Produktionslinien zusammen eine jährliche Leistung von 15,65 Gigawattstunden (GWh) liefern. Diese Zellen sollen in den ersten zehn Betriebsjahren 1.548.200 Elektrofahrzeuge mit einer Batteriekapazität von 100 kWh ausstatten.
ACCEPT geht über die moderne Batterieherstellung hinaus, indem es die NMC-Zellen der nächsten Generation Gen3+ so weit wie möglich innerhalb einer europäischen Wertschöpfungskette industrialisiert. Das Zelldesign der Gen3+ mit einer Produktionskapazität von bis zu 680 Wattstunden pro Liter (Wh/l) ist für ultraschnelles Laden ausgelegt – 80 % Ladung in 15–20 Minuten – ohne Leistungseinbußen. Damit positioniert sich ACCEPT an der Spitze der globalen EV-Batterietechnologie. Darüber hinaus wird im Rahmen des Projekts ein effizienter und standardisierter Herstellungsprozess entwickelt, der künstliche Intelligenz und Datenanalyse für eine fortschrittliche Fehlererkennung und Qualitätskontrolle nutzt.
ACCEPT unterstützt wichtige politische Ziele der EU wie den Europäischen Grünen Deal, die Richtlinie über erneuerbare Energien (RED II/III) und die EU-Industriestrategie, unter anderem durch die Ermöglichung der großtechnischen Produktion fortschrittlicher NMC-Batteriezellen in Europa. Das Projekt trägt zur Dekarbonisierung des Straßenverkehrs bei und hilft, die steigende Nachfrage nach EV-Batterien zu befriedigen, die durch das EV-Ziel der EU für 2035 angetrieben wird. Durch die Konzentration auf NMC-Zellen, die bis 2030 voraussichtlich bis zu 70 % des europäischen Batteriemarktes ausmachen werden, trägt ACCEPT direkt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit und zur Sicherung einer robusten, kohlenstoffarmen Mobilitätswertschöpfungskette in der EU bei.
Über seinen industriellen Beitrag hinaus spielt ACCEPT eine wichtige Rolle für die regionale Wirtschaftsentwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Jede Gigafabrik erfordert Investitionen von über 1 Milliarde Euro und sichert mehr als 1 000 Arbeitsplätze. Das Projekt befindet sich in strategisch günstiger Lage auf einem ehemaligen Standort für die Herstellung von Verbrennungsmotoren und trägt dazu bei, industrielles Know-how zu bewahren und gleichzeitig den lokalen, sozialen und ökologischen Nutzen zu maximieren.
Durch die Einrichtung einer lokalen Produktion trägt ACCEPT dem Bedürfnis der Automobilhersteller Rechnung, ihre Lieferketten zu diversifizieren und globale Risiken – darunter Preisvolatilität, Handelsbarrieren und Probleme im Zusammenhang mit geistigem Eigentum – zu reduzieren. Das Projekt wird als Katalysator für die Entwicklung eines robusten regionalen Ökosystems dienen und die Entwicklung von Zulieferern sowie Möglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft fördern. Auf diese Weise wird ACCEPT die Position Europas als führender Akteur in der globalen Batterie-Wertschöpfungskette und im Bereich sauberer Technologien stärken.
COO Kontakt
Jean-Baptiste Pernot - jean-baptiste.pernot@acc-emotion.com
Teilnehmerliste
ACC